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3D-Druck 6 Min. Lesezeit 1. September 2026

FDM oder SLA – welches Verfahren für welches Bauteil?

FDM oder SLA? Die Entscheidung hängt von Bauteilgröße, Oberfläche, Material und Stückzahl ab. Dieser Vergleich zeigt Kennzahlen, Vor- und Nachteile sowie klare Entscheidungskriterien.

FDM oder SLA – welches Verfahren für welches Bauteil?

FDM oder SLA – welches Verfahren für welches Bauteil?

Die Wahl zwischen FDM (Fused Deposition Modeling) und SLA (Stereolithografie) ist eine der häufigsten Entscheidungen beim industriellen 3D-Druck. Beide Verfahren haben klar definierte Stärken – die richtige Wahl hängt von Bauteilgröße, Oberflächenanforderungen, Materialanforderungen und Stückzahl ab. PrintYourParts bietet beide Verfahren aus einer Hand in Nürnberg.

FDM im Überblick

FDM 3D-Druck schmilzt thermoplastisches Filament schichtweise auf. Das Verfahren zeichnet sich durch das größte Bauvolumen (bis 1000 × 1000 × 1000 mm) und die breiteste Materialauswahl aus – über 20 Kunststoffe, darunter Hochleistungspolymere wie PEEK (bis 260 °C), PPSU und PEI 9085.

Kennzahlen FDM:

  • Schichtdicke: 0,1 – 0,3 mm
  • Toleranz: ± 0,2 mm
  • Min. Wandstärke: 0,8 mm
  • Oberflächenrauheit: Ra ca. 12–20 µm
  • Standardlieferzeit: 3 – 5 Werktage

SLA im Überblick

SLA 3D-Druck härtet flüssiges Harz mit einem UV-Laser aus. Das Verfahren liefert die höchste Detailgenauigkeit (bis 25 µm Schichtdicke) und die glattesten Oberflächen (Ra < 1 µm) aller 3D-Druckverfahren.

Kennzahlen SLA:

  • Schichtdicke: 0,025 – 0,1 mm
  • Toleranz: ± 0,1 mm
  • Min. Wandstärke: 0,6 mm
  • Oberflächenrauheit: Ra < 1 µm
  • Bauvolumen: 145 × 145 × 175 mm
  • Standardlieferzeit: 3 – 5 Werktage

Direkter Vergleich

KriteriumFDMSLA
Max. Bauteilgröße1000 mm145 mm
OberflächenqualitätSichtbare SchichtlinienSpritzgussgleich
Detailgenauigkeit0,8 mm0,025 mm
Höchste Festigkeit~100 MPa (PEEK)~38 MPa (Standard Resin)
BiokompatibelJa (PPSU, PEEK)Ja (Dental Resin, ISO 10993)
Transparente TeileNeinJa
ESD-MaterialienJa (PA12 ESD)Nein

Wann FDM die richtige Wahl ist

FDM ist die bessere Wahl, wenn:

  • das Bauteil größer als 145 mm ist (Großformat bis 1000 mm)
  • hohe mechanische Festigkeit gefordert ist (PEEK: ~100 MPa)
  • Dauergebrauchstemperaturen über 150 °C benötigt werden
  • ESD-sichere Bauteile erforderlich sind
  • funktionale Endteile im Produktiveinsatz verwendet werden
  • Ersatzteile nachgebaut werden sollen
  • Kosten pro Bauteil bei Kleinserien minimiert werden sollen

Typische FDM-Anwendungen: Gehäuse für Industriesteuerungen, Sensorhalterungen im Motorraum, Autoklav-Schalen für chirurgische Instrumente (PPSU).

Wann SLA die richtige Wahl ist

SLA ist die bessere Wahl, wenn:

  • höchste Detailgenauigkeit gefordert ist (Feature-Größe ab 0,025 mm)
  • nahezu spritzgussgleiche Oberflächen benötigt werden
  • transparente Bauteile gewünscht sind
  • Dental- oder Medizinanwendungen mit ISO 10993-Zertifizierung vorliegen
  • Urmodelle für den Feinguss (Schmuck) benötigt werden
  • Silikon-Bauteile direkt aus der CAD-Datei gefertigt werden sollen

Typische SLA-Anwendungen: Bohrschablonen für dentale Implantation, Mikrofluidik-Chips mit 0,3 mm Kanälen, Design-Prototypen für Consumer-Elektronik.

Fazit

Für funktionale, große und belastbare Bauteile ist FDM überlegen. Für präzise, glatte und transparente Bauteile ist SLA die erste Wahl. In vielen Projekten ergänzen sich beide Verfahren: SLA für den Design-Prototyp, FDM für das funktionale Endteil. Lassen Sie sich von PrintYourParts individuell beraten, welches Verfahren für Ihr Bauteil optimal ist – über den 3D-Druck Konfigurator oder direkt über die Anfrage.

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